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Deutschland

Gefälschte Leserbriefe: Grünen-Politiker treten zurück

Stefan Juritz

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Zwei Grünen-Politiker hatten unter falschem Namen Leserbriefe an eine Zeitung geschickt, um der politischen Konkurrenz zu schaden.

Kiel. – Die zwei Grünen-Politiker Dennis Mihlan und Andreas Müller aus Schwentinental (Schleswig-Holstein) mussten zurücktreten, weil sie monatelang unter falschem Namen Leserbriefe an die Kieler Nachrichten geschickt hatten. Wie die Lokalzeitung berichtet, deckte die Redaktion diesen Schwindel nach wochenlanger Recherche selbst auf.

Demnach legten sich die beiden Grünen die Tarnnamen „Walter Stängel“ und „Bernd Seiler“ zu und attackierten in ihren Leserbriefen CDU, SPD und den parteifreien Bürgermeister Michael Stremlau. Damit von den Kieler Nachrichten konfrontiert, stritten die beiden die Vorwürfe zunächst ab. Aufgrund des wachsenden Drucks gaben sie jedoch schließlich doch noch alles zu und zogen die Konsequenzen.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung schreiben Mihlan und Müller: „Wir bedauern die Vorfälle zutiefst, halten sie uns doch einen Spiegel vor für einen politischen Stil, den wir selbst wiederholt kritisiert haben und vor dem wir nie wollten, dass er unserer würde.“

Wie die Lokalzeitung weiter berichtet, traten die Grünen-Politiker von ihren politischen Funktionen zurück: Demnach legte Müller sein Amt als Fraktionsvorsitzender und als Vorsitzender des Hauptausschusses in Schwentinental zurück. Mihlan wiederum trat als Bürgervorsteher und als Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses in Plön zurück. Ihre Mandate im Kreistag werden sie jedoch behalten und auch weiterhin Teil der Grünen-Fraktion in der Stadtvertretung bleiben.

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