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Österreich

NEOS wollen Zuwanderung nach Punktesystem

Monika Šimić

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Als Vorbild nennt Schellhorn das kanadische Punktesystem, mit dem man unter anderem Qualifikationen, Sprachkenntnisse oder Arbeitserfahrung der Zuwanderer bewerten könne.

Wien. Die NEOS haben in einer Aussendung ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild für eine qualifizierte Zuwanderung vorgeschlagen. „Österreich ist auf Zuwanderung angewiesen“, sagt NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn. Der Fachkräftemangel sei schon heute „eklatant“ und bedrohe „zusehends die österreichische Wirtschaft und damit Österreichs Wohlstand“.

Schellhorn wirft ÖVP und FPÖ „ausländerfeindliche Politik“ vor

Man müsse daher „dringend ein gutes Angebot für Menschen, die den Willen haben, in Österreich mitanzupacken, schaffen“, so Schellhorn. Das erreiche man aber sicher nicht durch „permanente Hetze“. Schellhorn wirft hier Sebastian Kurz (ÖVP), Norbert Hofer und Herbert Kickl (beide FPÖ) eine „ausländerfeindliche Politik“ vor, die „keinen einzigen Flüchtling“ davon abhalte, in ein Boot zu steigen und nach Europa zu wollen. Sie führe „nur zu Hass und Angst – und dazu, dass qualifizierte Fachkräfte, die wir händeringend suchen und brauchen, einen großen Bogen um Österreich machen“. Es gehe doch keine Fachkraft in ein Land, „in dem das gesellschaftliche Klima von oberster Stelle so vergiftet wird!“, meint Schellhorn. Statt ständig gegen Zuwanderer zu hetzen, müsse Österreich sie endlich als wichtige und wertvolle Arbeitskräfte willkommen heißen – „alles andere ist nicht nur unmenschlich, sondern auch wirtschaftlich extrem kurzsichtig und grob fahrlässig“, warnt Schellhorn.

Herbert Kickl begrüßte jedoch schon vor einigen Monaten eine begründete Migration. „Wir brauchen qualifizierte Zuwanderer nur dort, wo es nicht genug ausreichend qualifizierte österreichische Arbeitskräfte gibt“ meinte Kickl bezüglich der Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte zur APA.

Kanadisches System als Vorbild

Die NEOS fordern jedenfalls konkret ein neues, einheitliches Einwanderungsgesetz und eine einfache, umfassende und durchdachte Gesamtstrategie. „Es gibt derzeit zu viele Hürden“, bemängelte der Abgeordnete. Daher wolle man ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild etablieren. Dabei werden unter anderem Qualifikationen, Sprachkenntnisse oder Arbeitserfahrung bewertet. Wichtig dabei sei, was jemand kann und nicht, welchen Beruf man ausübt. Die Vermittlung soll über eine Online-Plattform geschehen, die vom AMS betrieben werden könnte.

Unternehmen könnten sich auf der Online-Plattform registrieren und angeben, um welchen Job es sich handelt und welches Qualifikationsniveau die gesuchten Arbeitskräfte besitzen müssen. Menschen, die nach Österreich einwandern wollen, könnten sich ebenfalls dort registrieren und ein Beurteilungsverfahren durchlaufen. Das Qualifikationsniveau wäre dann anhand der jeweils erreichten Punkteanzahl in den einzelnen Abschnitten ermittelbar. Daraus entsteht dann ein Pool aus potenziellen Arbeitskräften, aus dem sich Unternehmen die für sie geeignetsten Kandidaten auswählen könnten. „Die Chancen, tatsächlich eine Aufenthaltsgenehmigung in Österreich zu erhalten, steigen damit massiv“.

1 Comment

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  1. Avatar

    Zickenschulze

    26. August 2019 at 16:21

    „Kanadisches System als Vorbild“

    nach über 60 Jahren Praxis der Kanadier entdecken NEOS die Welt.
    Einfach nur noch peinlich.
    Seit 2015 im Winterschlaf und von dem direkt in die Sommerhitze einen Sonnenstich eingefangen?

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