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Deutschland

Knalleffekt: Poggenburg verlässt eigene Partei und ruft zu Wahl für AfD auf

Julian Schernthaner

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Überraschende Wende im patriotischen Parteienspektrum in den neuen Bundesländern: Im Hinblick auf die Aussichten bei den kommenden Landtagswahlen ruft AdPM-Parteigründer André Poggenburg zur Wahl der AfD auf.

Leipzig – Erst im Januar hatte der frühere sachsen-anhaltische AfD-Chef seine langjährige Partei nach der Verhängung eines zweijährigen Funktionsverbots verlassen. Daraufhin kam es damals zur Gründung des Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland (AdPM), mit welchem man eigentlich bei den Landtagswahlen in Sachsen im September reüssieren wollte – Die Tagesstimme berichtete.

Poggenburg: Parteiaustritt und AfD-Wahlempfehlung

Am jüngsten Parteitag am Sonntag kam dann laut Leipziger Volkszeitung die Kehrtwende: Poggenburg verlässt nunmehr auch die von ihm initiierte Partei – und spricht eine Wahlempfehlung für die AfD aus. Zuvor hatte bereits das patriotische Compact-Magazin über den überraschenden Vorstoß berichtet.

Demnach hatten Poggenburg und der sächsische Landsparteichef Egbert Ermer die Auflösung der jungen Kleinpartei und deren Überführung in eine überparteiliche Plattform angestrebt. Der Parteitag allerdings schloss sich dem Antrag per Nichtbefassung nicht an und hält weiterhin am Wahlantritt in Sachsen in drei Wochen fest.

Rest-AdpM: „Lehnen Alleingänge kategorisch ab“

Die Restpartei reagierte noch am Sonntag mit einer Presseaussendung, wonach sie derartige „politische Alleingänge […] kategorisch“ ablehnen würde. In der Diskussion über den „nicht angekündigten Antrag“ hätten zahlreiche Mitglieder, insbesondere jene aus dem Bereich der Bürgerinitiativen Sachsen diesen zum Teil sehr emotional kritisiert.

Selbst habe man innerhalb weniger Monate Parteistrukturen aufgebaut. Man will sein Ziel, „soziale Positionen deutlicher zum Ausdruck zu bringen“ weiterhin verfolgen und weiter „engagiert Wahlkampf betreiben“. Hier erlaubt man sich auch einen Seitenhieb auf Aufregung um den Landeswahlvorschlag der AfD: Man habe für die Wahl in Sachsen eine Landesliste gewählt, welche „ohne Mängel“ zugelassen wurde.

Poggenburg will Konzentration patriotischer Stimmen

Poggenburg erklärte seine Beweggründe am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung auf Facebook mit der Notwendigkeit nach einer Geschlossenheit des dritten Lagers. Es handle sich um „historisch bedeutsame Wahlen“, welche einen „Schwenk vom Linksruck der letzten Jahrzehnte“ zur „Normalität einleiten können“.

Dies ginge allerdings nur, wenn sich „möglichst viele bürgerlich- und national-konservative Wählerstimmen in den Landtagen als Mandate wiederfinden“. Deshalb müssten sich „alle Stimmen […] rechts neben dem linksentrückten Altparteienblock“ auf jene Parteien konzentrieren, welche eine „tatsächliche Chance auf das Erreichen der Fünfprozenthürde“ hätten.

„Möglicher Erfolg einer größeren Sache“ hat Vorrang

Der Antrag habe deshalb Ziel, die Chancen der AfD zur stärksten Kraft „nicht weiter zu tangieren“. Diese geschähe unabhängig derer programmatischen und personellen Defizite“. In ihren Grundsätzen stünde diese Partei gegen eine Islamisierung und Überfremdung, sowie den Kampf gegen gewaltbereiten Linksextremismus.

Für den Wunsch der AdPM-Basis trotz geringer Aussichten auf einen Einzug anzutreten, habe man zwar menschliches Verständnis. Allerdings müssten „bei einer solch historischen Wahl […] persönliche Befindlichkeiten und Animositäten […] hinter einem möglichen Erfolg einer größeren Sache zurücktreten. Alles andere sei eine „Fortsetzung des desaströsen Politikstils der Altparteien“.

Poggenburg will seine politische Arbeit nun in „einer überparteilichen, bundesweiten Bewegung fortsetzen, um patriotische Kräfte zu vereinen.“ Bei den Mitgliedern bedankt er sich für das Engagement.

1 Comment

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  1. Avatar

    Joachim Datko

    12. August 2019 at 16:43

    Ich wünsche mir auch ein möglichst gutes Wahlergebnis der AfD bei den kommenden Landtagswahlen.

    Wir müssen endlich die massive Einwanderung aus Afrika und dem Nahen Osten beenden.

    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker

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