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Gesellschaft

Zuordnung nach Geschlecht laut „Genderexpertin“ diskriminierend

Monika Šimić

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„Schon jetzt fühlen sich viele Leute nicht mehr von den Bezeichnungen Frau, Mann oder divers angesprochen“, so Lann Hornscheidt.

Berlin. Die Genderwissenschaftlerin Lann Hornscheidt hat ein Ende der Geschlechterunterscheidungen in der Sprache gefordert. „Denn solange wir weiter an Geschlechterkategorien festhalten – egal wie viele es sind –, kann die damit zusammenhängende Diskriminierung nicht grundlegend überwunden werden“, sagte Hornscheidt in einem Interview mit dem Tagesspiegel.

„Strukturelle Diskriminierung“ thematisieren

Laut Hornscheidt würden auch weiter die Kategorien aufgerufen, die Vergleiche weitergehen, neue Unterkategorien und „damit neue Ausschlüsse geschaffen“. Letztlich zementiere man so „die soziale Kategorie Geschlecht“. Deshalb sollte man sich ganz von dieser Kategorie verabschieden und stattdessen über „strukturelle Diskriminierung“ sprechen, die „Genderismus“ und nicht „Sexismus“ genannt werde.

„Genderismus umfasst alle genderbezogenen Diskriminierungen. Schon jetzt fühlen sich viele Leute nicht mehr von den Bezeichnungen Frau, Mann oder divers angesprochen“, so die ehemalige Professorin für Gender Studies und Sprachanalyse an der Humboldt-Universität Berlin.

Nicht Mann, nicht Frau

Hornscheidt selbst verstehe sich weder als weiblich noch als männlich. Sie habe „alle Kategorien von Frau, Lesbe, Dyke, Trans Dyke, Trans*“ einmal durchprobiert und bei allen ein Unwohlsein verspürt. Denn jede Kategorie schaffe auch Normen und Ausschlüsse. Ihr sei es wichtig, „dass mich andere als Menschen wahrnehmen und nicht sofort gendern“. Bereits die Kategorie Gender sei Teil einer diskriminierenden Struktur. Laut Hornscheidt führe sie zur Übernahme von Rollenvorstellungen und Erwartungen. Das zu überwinden, ermögliche, Situationen und Handlungen neu zu bewerten.

Genderstern „wichtige Übergangsform“

Sie selbst und Personen aus ihrem Umfeld würden versuchen, weder sich noch andere zu gendern, „auch nicht das Verhalten von Menschen oder Dingen“. Stattdessen schaue man, „wo Gender wirklich eine Rolle spielt“ und wo man nur soziale Vorstellungen in Gender hineinprojiziere. Die seien für alle Menschen „äußerst anstrengend, vor allem, weil sie sehr stark verinnerlicht sind und als natürlich angenommen werden“.

Den Genderstern bezeichnet Hornscheidt als „wichtige Übergangsform“, Sprachveränderungen würden aber noch weiter gehen. „Ich hoffe, wir werden neutrale Formen finden, die alle Menschen meinen. Eine Möglichkeit ist etwa, zu sagen, eine Person, die singt, oder eine Person, die läuft. Das würde uns auch vom Ballast der Gender-Identität in solchen Fällen befreien. Dinge über Verben zu benennen, kann zu einer ganz anderen Wahrnehmung führen“, so Hornscheidt.

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Michael Buchholz

    24. Juli 2019 at 10:55

    … ich dachte, der ganze GenderGagaQuatsch hätte seinen Zenit schon überschritten, aber da habe ich mich wohl getäuscht?!
    Im Übrigen irrt die genannte GenderGagaRistin schon im Grundsatz. Denn diesen ganzen Quatsch und die angeblich am Geschlecht festgemachte Diskriminierung haben erst jene arme, verwirrte GenderGagaRisten eben durch die Thematisierung erzeugt. Diskriminierung an einer Geschlechtsbezeichnung fest zu machen ist die verbale Konstruktion eines vermeintlichen Problems, um sich durch das selbst geschaffene Problem profilieren zu können. Letztlich ist auch das nur ein Baustein im Gefüge des geplanten Gleichschaltens des Volksviehs…

  2. Avatar

    Walter Gräbeldinger

    24. Juli 2019 at 11:03

    Der Buddhismus beschreibt genau den Beginn der Dualität. Man lese es halt, dann endet dieses haltlose Gefasel. … Um den ungeheuren Verlust an Lebensfreude zu kompensieren, den der Absturz aus höheren geistigen Regionen verursachte, hat das Miteinander und Zueinander ersatzweise begonnen. … Jetzt haben wir es aber. … Und wer kann, der lebe halt alleine. … Frauen können es meiner Meinung nach nicht und sollten es auch nicht tun.

  3. Avatar

    Klasube

    24. Juli 2019 at 11:43

    <>
    Frau Hornscheidt sollte sich mal untersuchen lassen – für einen Psychologen tun sich da sicherlich Abgründe auf.
    Und dem Direktor der Humboldt Universität empfehle ich sich darüber Gedanken zu machen, wofür er öffentliche Gelder ausgibt und welchen Nutzen unsere Gesellschaft davon hat.
    Unglaublich, dieser Blödsinn…! (Aber ich habe ja schon einmal geschrieben: Hurra – Deutschland verblödet)

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