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Gesellschaft

Wort zum Sonntag: Piusbrüder über Papst erschüttert

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Wie in der Welt, rumort es auch ganz besonders in der Kirche. Papst Franziskus polarisiert, viele Gläubige sehen in ihm einen Populisten mit Kniefall vor dem liberalen Zeitgeist. Die Piusbruderschaft ist über den jetzigen Papst „zutiefst erschüttert“.

Kolumne von Raphanus

Der Generalobere der Piusbruderschaft Pagliarani erwarte sich vom Papst, was er sich von jedem Katholiken erwartet: Glaube. Er sieht den Papst in der Pflicht, das Glaubensgut treu weiterzugeben und der schrecklichen Krise ein Ende zu bereiten, durch die die Kirche seit 50 Jahren erschüttert wird. Ein großer Wunsch an den aktuellen Papst, gilt Franziskus nicht als Traditionalist.

Katholische Traditionalisten

Wenn es nach den Piusbrüdern geht, dann soll die Katholische Kirche in Fragen bezüglich Religionsfreiheit, Ökumenismus und ihrer göttlichen Verfassung wieder zu dem zurückkehren, was die Päpste vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelehrt haben. Ein zentrales Anliegen der Piusbrüder an den Papst ist daher Glaubenstreue zum katholischen Glaubensgut.

Der Wunsch der Piusbrüder kommt nicht von ungefähr: Sie stehen für eine traditionelle katholische Weltsicht und die Weitergabe des geoffenbarten Glaubens. Ihrer Ansicht nach haben viele falsche Ideen das richtige Verständnis der Wahrheit verdunkelt und falsche Lehren die Seelen von Gott entfernt. Deshalb ist es der Piusbruderschaft ein besonderes Anliegen, „die großen Gefahren, die von diesen modernen Lehren ausgehen und die das ewige Glück sowohl der Individuen als auch der Gemeinschaft bedrohen, aufzudecken“. Nicht wenige Traditionalisten werfen dem Zweiten Vatikanischen Konzil Verrat an der Tradition vor.

Streit innerhalb der Kirche

Papst Franziskus hat bereits darauf reagiert: Die Kommission für das Gespräch mit traditionalistischen Gemeinschaften hat der Papst kurzerhand aufgelöst. Mit der Auflösung fehlt den Piusbrüdern nun eine direkte Anlaufstelle in Rom, falls ihre Rechte in den Ortskirchen beschnitten werden. Liberale Katholiken freut das, denn sie sind der Meinung, dass Traditionalisten unter dem Dach der katholischen Kirche keinen Platz (mehr) haben.

Der Gründer der Piusbruderschaft Erzbischof Lefebvre in einem offenen Brief: „Wer könnte leugnen, dass die Katholiken dieses zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts ratlos sind? Man hört in den Kirchen so viele erstaunliche Äußerungen, man liest so viele Erklärungen, die dem, was von jeher gelehrt worden war, widersprechen, dass sich allmählich Zweifel in die Seelen eingeschlichen haben. „

Auch in dieser Frage gilt: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Wahrlich spannende Zeiten – auch und gerade für Christen.

4 Comments

4 Comments

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    Pater Rolf Hermann Lingen

    8. Juli 2019 at 14:16

    Weitaus schlimmer als nur „erschütternd“ ist, dass die Gruppe von „Vatikanum 2“ (wozu auch die Pius-Sekte von Marcel Lefebvre gehört!), als „katholische Kirche“ ausgegeben wird. Lefebvres Piusbrüder sind – nach fast allen „Sedisvakantisten“ – das schlimmste Hindernis bei der Erkenntnis der Wahrheit.

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      Saure Gurke

      12. Juli 2019 at 3:47

      “ das schlimmste Hindernis bei der Erkenntnis der Wahrheit.“
      Mir hingegen wurde gelehrt, Petrus: auf diesem Felsen der reinen Wahrheit will ich meine Kirche bauen.

      „Erkenntnis der Wahrheit suchen?“
      Bedeutet nichts anderes, als im Misthaufen eines pseudo Esoterik Bereiches, in dem alle Neunmalklugen schwimmen, einzutauchen.

      Wer keine fundierte katholische Lehre erhalten hat, täte gut daran, zu diesem Thema die Zunge im Zaume zu halten.

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    Dr. Esther Lingen

    9. Juli 2019 at 11:03

    In diesem Sinne gibt es keine „liberalen“ Katholiken! Entweder man ist katholisch oder man ist es nicht! Ganz einfach!

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