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Gesellschaft

Deutsche Politiker verteidigen festgenommene „Sea Watch“-Kapitänin

Joshua Hahn

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Die „Sea Watch“-Kapitänin Carola Rackete erhält prominente Unterstützung aus Deutschland. Ein Spendenaufruf soll bereits über 400.000 Euro eingebracht haben.

Berlin. – Nachdem das Schiff „Sea-Watch 3“ verbotenerweise den Hafen Lampedusas angesteuert hatte, wurde die Kapitänin Carola Rackete verhaftet. Ihr drohen nun mehrere Anklagen – unter anderem wegen Beihilfe zur illegalen Migration – und im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren (Die Tagesstimme berichtete).

Böhmermann mit Spendenaufruf

Prominente Unterstützung erhält die NGO-Kapitänin hingegen aus Deutschland. So starteten etwa die beiden Fernsehmoderatoren Klaas Heufer-Umlauf und Jan Böhmermann einen Spendenaufruf. Die beiden erklärten in einem gemeinsamen Videoaufruf, dass es kein Verbrechen sei, „Menschenleben zu retten“. Laut Bericht des Handelsblatts seien bereits über 400.000 Euro an Spenden eingenommen worden.

Linke Politiker verteidigen Rackete

Solidarität erhielt Rackete auch von deutschen Politikern. So schrieb etwa der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) in einem Tweet, dass das Retten von Menschenleben eine „humanitäre Verpflichtung“ sei. Die italienische Justiz solle die Vorwürfe schnell klären.

Die SPD-Politikerin Sawsan Chebli spendete 1.000 Euro und machte dies auf Twitter bekannt. „Niemals dürfen wir uns damit abfinden, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken. Und niemals damit, dass die Rettung von Menschenleben bestraft wird. Bin zu klein, um politisch etwas zu bewegen. Aber ich kann für Carola Rackete spenden. Tut das bitte auch“, ruft sie auf ihrem Profil auf.

Grünen-Chef Robert Habeck wiederum kritisierte die „Ruchlosigkeit der italienischen Regierung“. Dass Salvini der NGO-Kapitänin unter anderem die „Unterstützung von Menschenhändlern“ vorwerfe, sei eine „Sprachverdrehung Orwellschen Ausmaßes“.

Die EU-Abgeordnete der Linkspartei, Özlem Demirel, stellte sich ebenfalls demonstrativ hinter die deutsche Kapitänin. „Carola Rackete gehört nicht hinter Gitter, sondern verdient einen Orden für ihre Courage und Menschlichkeit“, so Demirel.

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm bezeichnete die Verhaftung wörtlich gar als „Schande für Europa“. Über die Geschehnisse sei er „traurig und zornig“.

„Sie haben die Maske abgelegt“

Rackete war vergangene Woche mit dem Schiff „Sea-Watch 3“ unerlaubt in italienische Hoheitsgewässer und anschließend auch in den Hafen von Lampedusa eingefahren. Dabei ignorierte sie die Anweisungen und das Verbot der italienischen Behörden. Beim Einlaufen in den Hafen rammte das NGO-Schiff dann auch noch ein Boot der italienischen Finanzpolizei. Innenminister Matteo Salvini bezeichnete die „Sea Watch“-Besatzung deshalb als „Kriminelle“. „Sie haben die Maske abgelegt: Das sind Verbrecher“, sagte der Lega-Chef.

2 Comments

2 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    30. Juni 2019 at 16:52

    Was haben die Deutschen nur für einen linggen Außenminister, der seine Landsleute zu Gesetzesbrüchen in einem anderen Land aufruft?Möcht sehen, was da in der BRD los wäre, macht das einer im Merkelland.

    Wenn es nach den Linken geht, leitet diese selbst sowieso die Willkür.
    Die Frau, die das Kommando auf dem Schiff anführt, sie gehört hinter Schloss und Riegel, und das ohne Wenn und Aber. Mutwillig, Gesetze ignorieren, und drüber hinweg Steigen.
    Die ist ja total geblendet von der Allmacht ihrer Pflaume.

  2. Avatar

    Widerstand

    1. Juli 2019 at 9:48

    Deutschland und Frankreich beschweren sich über das Vorgehen von Italien. Italien unter Salvini ist zurzeit nicht das Problem. Deutschland und Frankreich sind und waren das Problem.
    MAN MUSS SICH VOR DIESEN BEIDEN LÄNDERN SCHÜTZEN. BAUT EINE MAUER.

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