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Gesellschaft

Bekannter Salafist hält Vortrag in Wien

Monika Šimić

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In einer vom deutschen Außenministerium finanzierten Studie über Extremismus in Bosnien vom September 2018 wird der Salafist als „aktuell führender salafistischer Prediger“ bezeichnet.

Wien. Am Sonntagabend soll ein prominenter salafistischer Prediger aus Bosnien in Wien auftreten. Safet Kuduzović ist als Ehrengast zu einer Familienzusammenkunft geladen. Laut Berichten ist er einer der führenden salafistischen Prediger in Bosnien. Der Vortrag hätte laut profil ursprünglich in einer Moschee der Islamischen Föderation Wien (IFW), dem Österreich-Ableger der türkischen Mili-Görüs-Bewegung, in Wien-Favoriten stattfinden sollen. Auf Nachfrage des Nachrichtenmagazins habe die IFW aber mitgeteilt, dass die Veranstaltung in keiner ihrer Einrichtungen abgehalten werde.

Veranstaltungsort noch unbekannt

Der salafistische Prediger Kuduzović selbst kündigte auf seiner Facebook-Seite den Vortrag in Wien nicht an. Allerdings ist auf der Facebook-Seite des in Meidling gemeldeten bosnisch-muslimischen Bildungs- und Kultuvereins „Ilum-Haus des Wissens“ eine Ankündigung für die morgige Veranstaltung zu finden. Dort heißt es auch, dass sich der Saal wegen „technischer Probleme“ geändert habe. Die neue Adresse der Zusammenkunft werde am Sonntag bekanntgegeben.

Predigten auf YouTube abrufbar

Kuduzović hatte bereits im März einen Vortrag im bosnischen Donji Vakuf gehalten. Anhänger können seine Predigten allerdings auch auf verschiedenen Internetportalen und auf YouTube finden. Wie der profil berichtet, wird Kuduzović in einer vom deutschen Außenministerium finanzierten Studie über Extremismus in Bosnien vom September 2018 als „aktuell führender salafistischer Prediger“ bezeichnet. Es wird weiter berichtet, dass ein Portal des „Western Balkans Extremism Research and Policy Analysis Forum“ des staatsnahen British Council aus dem Jahr 2018 Kuduzović „einen Führer der salafistischen Bewegung in der Region“ und „einen der einflussreichsten Missionare in Bosnien“ nennt. In einer Aufnahme aus dem Jahr 2015 sprach sich Kuduzović dafür aus, Beleidigungen des Propheten mit dem Tod zu ahnden.

Rekrutierte Männer für Dschihad

Bereits im Jahr 2011 berichteten die Stuttgarter Nachrichten über Kuduzović. Dabei sprachen sie von dem Prediger als früheren sogenannten „Gotteskrieger“, der „einer der führenden Gelehrten“ sei, die „auf dem Balkan die islamische Rechtsordnung Scharia interpretieren“. Laut den Stuttgarter Nachrichten soll Kuduzović bereits mehrfach junge Männer auf dem Balkan für den „Heiligen Krieg“, den Dschihad, in Afghanistan und Pakistan rekrutiert haben.

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