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Österreich

Strache wird EU-Mandat nicht annehmen

Stefan Juritz

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Ex-FPÖ-Chef Strache wird nicht ins EU-Parlament einziehen. Eine Rückkehr in die aktive Politik soll erst nach Aufklärung der Hintergründe des Ibiza-Videos erfolgen.

Wien. – Heinz-Christian Strache wird sein EU-Mandat nicht annehmen. Das gab der Ex-FPÖ-Chef am Montagmorgen in einer persönlichen Erklärung bekannt.

„Kein Ergebnis politischen Kalküls und schon gar kein Deal“

Darin betont Strache, dass die Entscheidung „kein Ergebnis politischen Kalküls und schon gar kein Deal“ sei. Nach „reiflichen Überlegungen, langen Gesprächen“ mit seiner Frau, der Familie sowie engen Vertrauten habe er entschieden, das EU-Mandat nicht anzunehmen. Damit tue er „das Richtige zum richtigen Zeitpunkt“, betont Strache.

Dennoch bedankte er sich bei seinen 45.000 Wählern, die ihm „ohne Aufruf und ohne Werbung“ durch ihre Vorzugsstimme ein Direktmandat im EU-Parlament verschafft haben. „Diese Bestätigung bedeutet mir sehr viel und ich bin mir auch hier – der mit diesem Mandat mir anvertrauten Verantwortung – voll und ganz bewusst“, erklärt Strache.

Rückkehr in Politik erst nach Aufklärung

Seinen Wählern verspricht er, dass sein politisches Leben „mit Sicherheit nicht am Ende“ sei. Doch eine Rückkehr in die aktive Politik könne und solle erst nach Aufklärung der Hintergründe des Ibiza-Videos erfolgen.

Untätig will Strache bis dahin jedoch auch nicht bleiben: „Ich werde mich nicht zurückziehen, mich auch nicht verstecken. Im Gegenteil. Ich stelle mich vielmehr als einfaches Parteimitglied der FPÖ in den Dienst der vollständigen und schonungslosen Aufklärung und politisch unterstützend voll und ganz hinter den designierten Bundesobmann Norbert Hofer und sein Team.“

Die gesamte Erklärung kann man hier nachlesen.

5 Comments

5 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    17. Juni 2019 at 10:29

    Die Strategie einer klugen Frau, läßt jeden Mann müde dastehen.

  2. Avatar

    Walter Gräbeldinger

    17. Juni 2019 at 11:31

    So muß man schreiben! Das wünsche ich allen Journalisten !

  3. Avatar

    Peter Kassl

    17. Juni 2019 at 12:50

    Die STRACHEs & SELLNER: Es kam wie erwartet: HC geht nicht nach Bruessel. Seine Phillippa jedoch in den oesterreichischen Nationalrat. Richtig „Schotter“ soll’s fuer die Straches auch noch geben. Aus der Parteikasse fuer „Beratertaetigkeiten“. Mit einem Geschachere um Geld&Posten hat das alles nichts zu tun. So sagt man es uns. Wir glauben das natuerlich… ?… Nun noch ein paar Gedanken weg vom Glauben hin zu den Fakten. Dass Strache diesen Deal mit der FPO aushandeln konnte, hat er einem Mann zu verdanken: Martín SELLNER und der IBO. Ohne Sellners Wahlaufruf „UNSERE RACHE, WIR WAEHLEN STRACHE‘ waere HC Strache nie(!) ueber die erforderlichen 33.000 Vorzugsstimmen gekommen und waere jetzt, allmaehnlich und entgueltig, in der politischen Versenkung verschwunden. Natuerlich ohne jegliche finanzielle Abfederung und ohne ein fixes NR-Mandat fuer seine intelligente&attraktive Philippa Strache. HC Strache wuerde es ergehen wie es, pikanter- und bekannterweise, unter seiner und N. Hofers Fuchtel, den Johannes HUEBNER-s, den Martin Graf – s, den KOENIGHOFERS und etc. erging. Aus-Maus. Ratzefatz. Das war, s. Wie Parteifreundschaft halt mal so ist. Wie motivierend und gewinnend dieser Deal fuer Parteifunktionaere und Waehler sein wird, moege jeder selber fuer sich beurteilen. Mit Sicherheit kann man aber feststellen, wie spuerbar sich IDENTITAERE (IBO) Metapolitik in der Realpolitik zu manifestieren beginnt. Und das ist erfreulich. Sellner hat Strache den Kopf gerettet. Norbert Hofer wird mit Martin Sellner kein Bier mehr trinken. Jetzt erst recht nicht. Aber vielleicht haben die Straches ja soviel Charakter und Danken ihr politisches Ueberleben den Patrioten um Martín Sellner und den Identitaeren? … Mal sehen. Waere jedenfalls schoen. ?. PS: TEILEN erwuenscht.

    • Avatar

      Carolus

      17. Juni 2019 at 15:52

      „Ohne Aufruf und ohne Werbung”… Ob Strache von Sellners Aufruf wirklich nichts mitbekommen hat?
      Es fehlt nun noch der dritte Verrat am IBÖ-Chef …

  4. Avatar

    Widerstand

    17. Juni 2019 at 13:25

    Man sollte sich fragen, wieso sowohl die FPÖ als auch Strache selbst überhaupt ein Schuldeingeständnis gegeben haben.
    – ALLE Parteien versuchen Einfluß auf Mainstreammedien zu bekommen, die ÖVP mit Raiffeisen (Kurier) und die Kirche (Presse, Kleine Zeitung, usw.) und andere große Parteien haben dies schon längst UMGESETZT (siehe ORF)
    – Staatsaufträge vergibt der Staat, JEDE Regierung wird versuchen, darauf Einfluss zu nehmen (Strabag, Haselsteiner)
    – Mit Wasser Geschäfte im Sinne der Republik (kein Verkauf) zu machen, wird teilweise auch schon umgesetzt (Wien)
    Das Entscheidende ist, dass ALLES LEGAL und GESETZESKONFORM ist, so wie es Strache mehrfach betont hat.
    WO LIEGT DAS PROBLEM.
    Man geht hier vor der Mainstreamlügenpresse und der Bevölkerung ein.
    SCHWACH.

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