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Österreich

„Awakening Europe“: Kritik an „Segensgebet“ für Sebastian Kurz

Stefan Juritz

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Altkanzler Kurz meint, er sei vom Gebet „überrascht“ worden. Kritiker orten Missbrauch der Religion für Wahlkampfzwecke.

Wien. – Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nahm im Zuge seiner Wahlkampftour an der christlichen Großveranstaltung „Awakening Europe“ in der Wiener Stadthalle teil. Dort sprach er zu den rund 10.000 Teilnehmern. Für Aufregung sorgt aktuell jedoch, was sich daneben noch abspielte.

10.000 Menschen beten für Kurz

Der evangelikale Prediger Ben Fitzgerald, der von sich behauptet, Jesus bereits einmal begegnet zu sein, sprach ein „Segensgebet“ für Kurz und ließ dazu alle Teilnehmer ihre Hände in die Höhe strecken.

Kritik in den sozialen Medien

Für diesen Auftritt werden nun sowohl die Veranstalter als auch Ex-Kanzler Kurz vor allem in den sozialen Medien kritisiert. Die Direktorin der evangelischen Diakonie, Maria Katharina Moser, warnte etwa die Kirchen davor, sich vor den „parteipolitischen Karren“ spannen zu lassen. „Für andere beten ist gut – aber es darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass das Gebet der Wahlwerbung dient, das wäre Missbrauch des Gebets“, so Moser.

FPÖ: „sektenähnliches Verhalten“

Als „sehr befremdlich“ bezeichnet FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker den Auftritt von Kurz mit dem Prediger. „Mit diesem sektenähnlichen Verhalten wurde eine klare Grenze überschritten. Wenn jemand wie Fitzgerald nach einer Drogendealerkarriere behauptet, Jesus getroffen zu haben und dann 10.000 Menschen in der Wiener Stadthalle auffordert, Sebastian Kurz zu huldigen, ist das nicht nur peinlich, sondern bedenklich“, so Hafenecker in einer Aussendung. Er erinnerte Kurz darüber hinaus an die Trennung von Kirche und Staat. „Ein Spitzenpolitiker sollte sich daher für eine solche Aktion nicht hergeben.“

Aus der Politik hat sich auch JETZT-Gründer Peter Pilz kritisch geäußert: „Es ist peinlich, wenn sich ein Altkanzler an fundamentalistische religiöse Sekten anbiedert und für sich beten lässt. Gefährlich wird es, wenn er den Religionskampf dieser Sekten unterstützt“, heißt es laut ORF-Bericht in einer schriftlichen Stellungnahme. Zudem soll sich Kurz von den Zielen von „Awakening Europe“ distanzieren, fordert Pilz.

Kurz war „überrascht“

Kurz selbst gab am Montag gegenüber Medienvertretern an, von dem Gebet „überrascht“ gewesen zu sein. „Ich wusste davon nichts und kannte den Pastor davor auch nicht.“

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Elisabeth

    17. Juni 2019 at 17:51

    mich wundert bei Kurz nichts mehr, bei Sorosin dessen Organisationen in der Organisation in der Liechtenfelsgsse 7 die sich im selben Haus wie die ÖVP befindet die für den Bevölkerungsaustausch werbung macht. was wollte er in der Bergen von Yellowstone, bei der sogenannten Elite und nun das?Es gibt Mails oder Videos, der ÖVP von Ihren kriminellen Machenschaften, die ich in den Medien gesehen habe, kann mir aber nicht vorstellen das dies alles gelogen ist.
    alles einfach nur noch geschmacklos

  2. Avatar

    Zickenschulze

    18. Juni 2019 at 19:26

    Kurz, eine Enttäuschung auf der ganzen Linie.

  3. Avatar

    Walter Gräbeldinger

    18. Juni 2019 at 22:49

    Jetzt muß sich ein Mensch – Sebastian, ertrag’s! – schon dafür entschuldigen, daß ihm andere Gutes wünschen, ja den höchsten Spirit bitten, ihn zu schützen! … Es gibt aber nur EINEN höchsten Spirit, ihr albernen Kritiker dieses guten Willens, … und ER oder SIE (MOTHER DIVINE, Indien)hat euch erkannt, o ihr scheinheiligen blödsinnigen Gott verhunzenden „Gott-Experten“! … Also, Leute! Diese saudummen Kritiker wollen also nicht, daß man ihnen Gutes wünscht oder für sie betet! … Dann tun wir’s auch nicht, oder ?!

    • Avatar

      Zickenschulze

      20. Juni 2019 at 5:16

      Schwachsinn.
      Kritik ist angebracht, wenn Gottlose bei Kurz zum Glauben zurückfinden.

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