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Österreich

FPÖ-Chef Hofer: „Strache soll Teil der freiheitlichen Familie bleiben“

Julian Schernthaner

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Am heutigen Dienstag tagen die Parteigremien der FPÖ. Unklar ist vorerst, wie es mit der Personalie des ehemaligen Parteichefs Heinz-Christian Strache weitergehen soll.

Wien. – Die derzeitige Debatte entzündet sich unter anderem an der Frage, ob Strache sein bei der Europawahl errungenes Direktmandat annehmen soll. Fast 45.000 Vorzugsstimmen hievten bekanntlich den eigentlich nach der Ibiza-Affäre zurückgetretenen ex-Vizekanzler von Listenplatz 42 auf das zweite der drei freiheitlichen Mandate empor – Die Tagesstimme berichtete.

Haimbuchner dementierte Strache-Ausschlusspläne

Zuletzt tauchten dann Spekulationen auf, dass ihm bei einer Annahme des Mandats sogar ein Parteiausschluss drohen könnte. Medienberichten zufolge gäbe es einen derartigen Vorstoß aus der oberösterreichischen Landespartei – der dortige FP-Vizelandeshauptmann Haimbuchner dementierte allerdings entsprechende Pläne. Allerdings sei er der Meinung, dass Strache keine Funktion in der Partei mehr annehmen solle.

Hofer: „Nicht die Bande durchschneiden“

Nun äußerte sich auch erstmals Neo-Parteichef Norbert Hofer zur Sache. Der Wiener Zeitung zufolge ist Hofer „nicht dafür, dass man die Bande durchschneidet“. Strache solle „Teil der freiheitlichen Familie“ bleiben. Wer noch nie einen Fehler gemacht habe, soll „den ersten Stein“ werfen. Man müsse auch die Umstände berücksichtigen, unter dem die Aussagen Straches auf Ibiza geschahen.

Bezüglich des errungenen Direktmandats ist er der Ansicht, dass Strache „in aller Ruhe überlegen“ werde, ob es sinnvoll sei es anzunehmen – und unter welchen Rahmenbedingungen. Sollte er es annehmen, müsse die FPÖ mit der Thematik im Wahlkampf allerdings umgehen. Denn dieser sei, so Hofer „direkt demokratisch gewählt“.

Unklar, ob Strache Mandat annehmen will

Ob er dieses tatsächlich in Anspruch nehmen wird, ist jedenfalls weiter unklar. Für Aufregung sorgte in diesem Zusammenhang ein entsprechendes Facebook-Posting, das Strache allerdings kurz darauf wieder löschte.

Während sich etwa seine Frau für eine Annahme des Mandats aussprach, sagte etwa Generalsekretär Christian Hafenecker am Sonntag in der ORF-Sendung Im Zentrum, dass er es, wäre er in Straches Position, nicht annehmen würde.


Weiterlesen:

Ibiza‐Video: FPÖ Oberösterreich dementiert Strache‐Ausschluss (3.6.2019)

Vorzugsstimmen: Strache erreicht Anspruch auf EU‐Direktmandat (27.5.2019)

1 Comment

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  1. Avatar

    Zickenschulze

    6. Juni 2019 at 12:02

    Gewählt ist gewählt.
    Oder doch nicht Akzeptanz des Wählerwillens?
    Wischwaschi-Demokratie.

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