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Deutschland

Berlin: Junge Alternative will Umweltschutz ins AfD-Programm aufnehmen

Julian Schernthaner

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Die Berliner Gruppe der Jugendorganisation der patriotischen Alternative für Deutschland (AfD) fordert die Mutterpartei auf, ihre Positionierung zum Thema Umweltschutz und Klimawandel zu überdenken.

Berlin. – Wie die Junge Freiheit unter Berufung auf ein Schreiben der Jungen Alternative (JA) in Berlin berichtet, wünscht man sich dort eine stärkere Auseinandersetzung mit Umweltthemen. Außerdem sorgt sich die Parteijugend in der Bundeshauptstadt um die Außenwirkung der Partei.

Forderung nach Rücknahme der Zweifel am Klimawandel

Insbesondere fordert die patriotische Jugendgruppe die Funktionäre und Mandatare ihrer Partei auf, von der „schwer nachvollziehbaren Aussage Abstand zu nehmen, der Mensch würde das Klima nicht beeinflussen“. Man erwartet sich konkret von den Parteifraktionen in Landtagen, im Bundestag und im EU-Parlament, nun auch eigene Impulse und Vorschläge zur Verbesserung des Klimaschutzes voranzutreiben.

Umweltschutz ergänzt Schutz von Heimat und Kultur

Nach Informationen der Jungen Freiheit soll sich der Landesvorstand der Berliner AfD tatsächlich bereit erklären, die Vorschläge während einer Vorstandssitzung zu besprechen. David Eckert, der Vorsitzende der JA Berlin, setzt seine größten Hoffnungen hier allerdings in den Bundesvorstand.

Insgesamt vertritt Eckert die Ansicht, dass sich „das Thema Umweltschutz […] mit dem Schutz der Heimat und der Kultur“ ergänze. Tatsächlich würde es sich hier aber auch ideengeschichtlich um eine Art Rückbesinnung handeln. Denn zahlreiche der Gallionsfiguren der frühen Umweltbewegung kamen aus dem bürgerlich-konservativen und patriotischen Lager.

Grüner Erdrutschsieg bei Erst- und Jungwählern

Die Forderungen kommen nicht von ungefähr. Denn der Vorsitzende der JA Berlin sieht gerade die Konkurrenz mit den Grünen im jungen Wählerspektrum. Angesichts von 27 Prozent an Grünwählern bei der vergangenen Europawahl in der Bundeshauptstadt sei dies eine „besonders starke Herausforderung“.

Bundesweit wählten gar 36 Prozent der Erstwähler und 33 Prozent der Unter-30-Jährigen die Grünen – bei der AfD waren es gerade einmal 5 Prozent. Als besonderer Mobilisierungsschub gelten hier die allwöchentlichen Fridays-for-Future-Proteste. Diese sind in Deutschland auch personell besonders eng mit den Grünen verwoben.

Herzeigbare Kandidaten und Jugend fördern

Es ist nicht die einzige Forderung, mit welcher die JA Berlin ein jüngeres Klientel ansprechen will. Sie kritisiert die Außendarstellung der Gesamtpartei. Um die Sympathiewerte anzukurbeln, sollten die Vorstände deshalb mittels Umfragen AfD-Politiker eruieren, welche „als besonders wählertauglich einzuordnen“ seien. Diese solle man dann gezielt aufbauen.

Auch hier wünscht man sich, dass die Partei junge Parteimitglieder stärker einbezieht. Auch hier kontrastiert man sich mit den Grünen. Gerade vor dem Hintergrund des starken Abschneidens der linken Partei bei Wählern unter 30 laufe die AfD andernfalls Gefahr „demographisch den Anschluss“ zu verlieren.

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