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Meinung

Zur Meinungsfreiheit: „Ich frage für einen Freund“

Joshua Hahn

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Unlängst wurde im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ eine Umfrage zur Meinungsfreiheit in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse überraschen nur teilweise, besorgniserregend ist das Fazit jedoch allemal. 

Deutsche fühlen sich in Meinungsfreiheit eingeschränkt

Dass in puncto Meinungsfreiheit in Deutschland etwas im Argen liegt, ließ sich wohl bereits seit geraumer Zeit für viele Personen beobachten, andere erfuhren es am eigenen Leib. In der genannten Umfrage wurden nun diverse Teilnehmer repräsentativ zum Thema befragt.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die Deutschen fühlen sich in ihrer Meinungsäußerung eingeschränkt. Dass die potentiellen Sprechverbote besonders von linksliberaler Seite kommen, wird durch die Antworten deutlich hervorgehoben, auch wenn es in der Studie nicht ausgesprochen wird.

Hierzu zwei Beispiele: Zum einen gilt das Thema „Masseneinwanderung“ als dasjenige, welches am meisten gemieden wird. Würde eine rechte Person einen Linken diffamieren und aus dem öffentlichen Diskurs ausschließen, wenn er sich berechtigterweise kritisch zur Masseneinwanderung äußert? – Wohl kaum.

Auch im Fall der deutlich wahrscheinlicheren Befürwortung der Massenmigration würden der Person keine sozialen Konsequenzen drohen, zumindest keine negativen.

Angst vor Konsequenzen hält Einzug in Familie

Auch die von den Befragten beklagten Korrekturen und Umschreibungen von politisch inkorrekten Büchern wie beispielsweise Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ entspringen definitiv linker Hegemonie. Zumindest ist dem Autor dieser Zeilen in der heutigen Zeit kein Fall bekannt, in welchem Rechte für die Umschreibung von Kinderbüchern plädieren.

Bezeichnend ist wohl vor allem der Umstand, dass die Angst vor Folgen der freien Meinungsäußerung mittlerweile auch Einzug in familiäre Strukturen hält. So überlegen sich mehr als ein Drittel der Umfrage-Teilnehmer nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch im privaten Kreis, ob sie ihre Meinung kundtun, weil sie Konsequenzen fürchten. 

63 Prozent passen auf, zu welchen Themen sie sich äußern

Vorbei scheinen die Zeiten, in welchen man für die „falsche“ Meinung ins Gefängnis geht. Wer jedoch das bequeme Terrain verlässt und politisch unkorrekte Meinungen äußert, der muss oft ganz schnell zumindest mit sozialen Konsequenzen rechnen.

Der von deutschen Politikern zelebrierte 70. Geburtstag des Grundgesetzes wäre doch die Gelegenheit, sich zu überlegen, ob nicht irgendetwas falsch läuft in Bezug auf die freie Meinungsäußerung. 

Die Inszenierung des Grundgesetzes auf diese Weise erscheint reichlich heuchlerisch, wenn 63 Prozent der Befragten angeben, man müsse „sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich wie äußert“.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Zickenschulze

    26. Mai 2019 at 14:09

    Die Deutschen Hampelmänner haben doch schon längst Einzugg gehalten.

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