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Deutschland

Berliner Jusos provozieren mit Baseballschläger-Motiv

Stefan Juritz

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Die Berliner Jusos wollen „Nationalismus eiskalt abservieren“ und posieren dafür mit Baseballschläger. Kritik kommt deswegen sogar aus der eigenen Partei.

Berlin. – Die Jugendorganisation der SPD hat am Sonntag mit einem Bild auf Facebook für reichlich Aufregung und einige Kritik gesorgt.

„Nationalismus eiskalt abservieren!“

Auf dem Bild zu sehen ist eine Frau im Kapuzenpullover mit EU-Motiv, die einen Baseballschläger in der Hand hält. Dazu die Worte: „Nationalismus eiskalt abservieren!“ Die Grafik diente als Mobilisierungsaufruf für die „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus“-Demonstrationen in Deutschland. Viele Facebook-Nutzer sahen hinter der Grafik einen versteckten Aufruf zur Gewalt.

SPD geht auf Distanz

Auch aus der eigenen Partei kamen kritische Stimmen. So distanzierte sich Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller laut Bericht des Neuen Deutschlands von dem Sujet seiner Parteijugend: „Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser Form des Wahlkampfs. Das vorliegende Motiv kann als Aufruf zur Gewalt missverstanden werden.“

CDU: „Teil des Problems, nicht der Lösung!“

Kritik kam auch vom parlamentarischen Geschäftsführer der CDU im Abgeordnetenhaus, Stefan Evers. Auf Facebook schrieb er am Montag: „Liebe Jusos Berlin, ich halte nichts von Nationalisten – aber noch weniger davon, politische Debatten mit dem Baseballschläger zu führen! Wer so martialisch auftritt, tut Europa keinen Gefallen und ist Teil des Problems, nicht der Lösung!“

Jusos weisen Vorwürfe zurück

Auf Anfrage des deutschen Tagesspiegel wies die Jusos Landesvorsitzende Annika Klose die Vorwürfe zurück: „Wir wenden uns mit dem Bild und unserem Aufruf gegen die Ideologie des Nationalismus, welche für ein geeintes, solidarisches und friedliches Europa die größte Gefahr darstellt.“

Das Bild sei „auf den ersten Blick“ zwar eine „Provokation“ und lasse „zunächst Interpretationsspielräume“ offen und werfe Fragen auf. Doch in Verbindung mit der Bildüberschrift sei die Botschaft des Beitrags „eindeutig“ und lasse „keine Zweifel offen“: „wir rufen zur Teilnahme an der Demonstration ‚Ein Europa für alle‘, sowie zur Wahl am 26. Mai auf“, so Klose gegenüber dem Tagesspiegel.

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    20. Mai 2019 at 18:39

    Dann hätten diese Typen wohl auch auf Ex General und Staatspräsident Charles de Gaulle eingeschlagen, der für ein Europa der Vaterländer eintrat.

    Was will man aber auch von potentiellen Baby-Mördern im Mutterbauch bis zum 9. Schwangerschaftsmonat menschliches erwarten?

  2. Avatar

    Klasube

    20. Mai 2019 at 22:51

    Die Linken lassen immer unverhohlener die Maske fallen. Wer auf dem linken Auge nicht blind ist, kann überall sehen, wie diese heuchlerischen „Demokratieschützer“ ihre Sicht der Demokratie mit eindeutig undemokratischen Mitteln jedem Andersdenkenden aufzwingen wollen. Aber es wird von der Gefahr des „Rechtsextremismus“ und von „ rechter Gewalt“ gesprochen…!

  3. Avatar

    Zickenschulze

    21. Mai 2019 at 23:00

    Die Halbstarken in anderem Format.
    Dummheit auf Expansionskurs.

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