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Gesellschaft

Polizisten fordern härteres Vorgehen gegen kriminelle Clans

Joshua Hahn

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Die Clankriminalität nimmt stetig zu. Obwohl die Maßnahmen bereits verstärkt wurden, hält der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) diese für unzureichend und fordert ein schärferes Vorgehen.

Berlin. – Wie die „Tagesschau“ berichtet, sollen laut Kripo-Gewerkschaft drastischere Methoden angewandt werden, um der Kriminalität durch Clans vorzubeugen.

Verstärkte Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz

Wie in dem offiziellen Positionspapier der Gewerkschaft steht, soll der Bund dem Beispiel der Bundesländer Hessen und Bayern folgen. In diesen arbeitet die Polizei bereits seit einiger Zeit aktiv mit dem Verfassungsschutz zusammen. 

Der Chef des BDK, Sebastian Fiedler, kommentiert dieses Vorhaben wie folgt: „Die rechtliche Verpflichtung der meisten Inlandsnachrichtendienste, bei Gefahren durch Organisierte Kriminalität die Augen und Ohren zu verschließen, ist abwegig, künstlich konstruiert und nicht zu rechtfertigen“.

Als weitere mögliche Maßnahme wird in dem Positionspapier genannt, Kinder aus polizeilich bekannten Großfamilien herauszunehmen.

Hierfür wird nun geprüft, ob dies durch die Jugendämter durchführbar ist. Ziel des Vorhabens ist, die Kinder dem Einfluss der Großfamilie zu entziehen und somit im Idealfall eine kriminelle Laufbahn zu verhindern.

„Strategie der permanenten Nadelstiche“

Generell soll kriminellen Clans in Zukunft mit der „Strategie der permanenten Nadelstiche“ begegnet werden. Bereits vergleichsweise harmlose Vergehen sollen geahndet werden. Als Beispiel ist das Fahren ohne Führerschein genannt. 

Die Kripo-Gewerkschaft erklärt außerdem, dass „Datenschutz nicht zum Täterschutz“ werden dürfe. In der Praxis verhinderten die strengen Datenschutzregelungen oft die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und beispielsweise Sozialämtern.

Erst in den letzten Wochen wurden in verschiedenen Städten groß angelegte Razzien durchgeführt, um Clan-Strukturen aufzudecken. Durchsucht wurden unter anderem Spielhallen und Wettbüros.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Peter Hofmüller

    8. April 2019 at 14:23

    Man wird ja noch „träumen“ dürfen?

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