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Migranten wollten Polizeiabsperrungen durchbrechen und über die Grenze

Monika Šimić

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Inspiriert wurden sie offenbar von einer Idee, die unter dem Titel „Marsch gen Norden“ im Internet verbreitet wurde. Demnach würde die Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien geöffnet, wenn sich Migranten massenweise dorthin begeben.

Athen/Thessaloniki. Aktuellen Medienberichten zufolge haben Hunderte Migranten versucht, Polizeisperren vor einem Flüchtlingslager nahe der griechischen Hafenstadt Thessaloniki zu durchbrechen – wohl nicht zum ersten Mal. Ihr Ziel ist klar, sie wollen nach Europa. Auf ihrem Weg Richtung Mitteleuropa kam es zu Rangeleien mit der Bereitschaftspolizei, wie das griechische Fernsehen am Freitag berichtete.

Gewalt gegen Polizisten

Die Polizei kritisierte, dass die Migranten Frauen und Kinder als eine Art Vorhut einsetzten, um die Absperrung der Polizisten zu überwinden, berichteten Reporter vor Ort das Geschehen. Schon am Vortag hatten rund 500 Migranten versucht, die Polizeiabsperrung am Migrantenlager Diavata zu durchbrechen. Einige schleuderten Steine auf die Beamten. Die Bereitschaftspolizei wehrten sich daraufhin mit Pfefferspray und Blendgranaten.

Idee für „Marsch gen Norden“ aus Internet

Offenbar wurde die Idee vom „Marsch gen Norden“ im Internet verbreitet. Demnach würde die Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien für Migranten geöffnet, wenn sich Migranten nur massenweise dorthin begeben. Das Flüchtingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) warnte die Migranten allerdings davor, solche Gerüchte zu glauben. „Teilnehmer an diesen Bewegungen könnten in furchtbaren humanitären Bedingungen landen, darunter, ohne angemessene Unterkunft, Essen und andere grundlegende Dienste zu sein“, hieß es. Der irakische Kurde Darja Wus sagte der Nachrichtenagentur AP, sie würden trotz zu erwartender Abwehr durch die Polizei versuchen, nach Nordmazedonien zu gelangen. „Wir werden versuchen, sie zu überreden, uns nach Europa weiter gehen zu lassen“, sagte der 35-Jährige.

Manche Migranten hatten Zelte aufgeschlagen und weitere kamen zu Fuß, wie die Welt berichtet. Manche der Migranten sagten, sie planten, zu der 60 Kilometer entfernten abgesperrten Grenze zu Nordmazedonien zu gehen und hindurchzubrechen.

Überwachung des Grenzzauns noch aufrecht

Zu Beginn der Asylkrise 2015 waren über die Staaten Nordmazedonien (vormals Mazedonien), Serbien und Ungarn Hunderttausende Migranten nach Mitteleuropa gekommen. Zur gleichen Zeit errichtete man zwischen Griechenland und Nordmazedonien einen Grenzzaun, der nach wie vor steht. Im März 2016 wurde von Österreich, Nordmazedonien, Serbien, Kroatien, Ungarn und Slowenien die Schließung der Grenzen für Flüchtlinge veranlasst.

1 Comment

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  1. Avatar

    Peter Lüdin

    7. April 2019 at 11:09

    Diese Leute wollen nur in die Schweiz, nach Deutschland oder Österreich, in kein anderes Land. Die Sozialsysteme haben eine enorme Sogwirkung. Sie glauben, dass sie ein Anrecht darauf haben. Es sind Menschen, die sich um ihre Zukunft betrogen sehen und sie werden es vehement einfordern. Sie sehen nur nicht, dass die Sozialhilfegelder von den Menschen in der Schweiz, Deutschland und Österreich hart erarbeitet werden müssen, zum Teil auf Kosten des eigenen Familienglücks und erheblichen Entbehrungen.

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