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Deutschland

Sahra Wagenknecht: „Diese EU ist krank und stirbt“

Stefan Juritz

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Die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht rechnet mit der derzeit vorherrschenden EU-Politik scharf ab.

Berlin. – In ihrer Bundestagsrede am Donnerstag wies Wagenknecht darauf hin, dass von den Ideen wie Freiheit, Gleichheit und solidarisches Miteinander nicht mehr viel übrig geblieben sei. „Seit gut 30 Jahren wird die Politik in Europa von einer Agenda bestimmt, die das exakte Gegenprogramm zu den einstigen Werten darstellt“, kritisiert die Linken-Politikerin.

„Dann stirbt Europa!“

Aus der Freiheit sei „die bloße Freiheit des Marktes und der großen Unternehmen“ geworden. Anstelle der Gleichheit sei die „Rechtfertigung wachsender Ungleichheit“ getreten. Das solidarische Miteinander sei durch die „politische Legitimierung von Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Gier“ ersetzt worden. „Wenn die großen Ideen der Aufklärung: Freiheit, Gleichheit, solidarisches Miteinander nicht mehr die Politik bestimmen, dann stirbt Europa“, warnt Wagenknecht.

Verantwortlich dafür seien laut Wagenknecht nicht die „Salvinis, Orbans und auch nicht die britischen ‚Brexiter'“, sondern sie „ernten nur, was die Politik der letzten Jahre [..] gesät“ habe.

Europa braucht eine andere Politik

„Die EU ist nicht deshalb krank, weil immer mehr Wähler anti-europäische Parteien wählen, sondern die Anti-Europäer werden gewählt, weil die EU krank ist, weil sie von Regierungen gestaltet wurde und wird, die sich nicht mehr als Anwalt und Schutzmacht ihrer Wähler verstehen, sondern vor allem als Interessenvertreter großer Wirtschaftsunternehmen und Banken“, erklärt die Fraktionschefin der Linkspartei.

Wagenknecht zeigt sich deshalb davon überzeugt, dass es in Europa eine „andere Politik“ brauche. „Und dafür brauchen wir allerdings wahrscheinlich wirklich eine andere Bundesregierung.“

9 Comments

9 Comments

  1. Avatar

    Detlev

    22. März 2019 at 19:45

    Ich hab schon immer gesagt, das Frau Wagenknecht eine sehr intelligent und fähige Politikerin ist, im Gegensatz zu Merkel , Roth, Göring- Eckardt und Nahles. Schade das sie geht, sie sollte die nächste Bundespräsidentin werden !

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    Otto

    22. März 2019 at 20:47

    Ja die SowjetUNION ist auch gestorben, denn der Mensch brauch Regionalität, da er regional lebt. Er braucht keine Globale Elite , Globatität! ..diese 1% werden enteignet und 99 % wird es besser gehen!, Ja genau, dieses Jahrhundert wird die Qual enden! Helft oder schaut zu.

  3. Avatar

    Zickenschulze

    23. März 2019 at 2:21

    Daß Europa stirbt, deutet sich seit Ende der Sechziger Jahre an.
    Alle Warnungen dazu verliefen bisher, wie das Pinkeln gegen den Wind.

    Beispiele von Sodom und Gomorra erleben wir ja auf Ministerebene, ohne dass sich diesbezüglich Anklagen
    dagegen durchzusetzen vermochten.
    Wie immer Wischiwaschi, eine Hand wäscht die andere und am Ende beide Gesichter.

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    Peter Hofmüller4

    23. März 2019 at 10:12

    EU Juncker Clique „in die Wüste schicken“!

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    Elisabeth Schwabe

    30. März 2019 at 19:14

    Das solidarische Miteinander ist durch die “politische Legitimierung von Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Gier” ersetzt worden! Ja das muss ich bestätigen aus eigener persönlicher Erfahrung. Darum fürchte ich auch: “Wenn die großen Ideen der Aufklärung: Freiheit, Gleichheit, solidarisches Miteinander nicht mehr die Politik bestimmen, dann stirbt Europa”, so warnt Frau Sahra Wagenknecht.

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    Rudolf Gensch

    10. April 2019 at 19:48

    Damit uns die Tragweite des Textes bewußt wird, sollten wir genau lesen, wann von EU und in welchem Kontext von Europa die Rede ist.

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    Hannelore Hildebrand

    10. April 2019 at 21:27

    Die EU ist nicht nur gespalten, sondern die Schere zwischen Arm u. Reich geht derart auseinander, dass der eine Teil seine Miete kaum bezahlen kann u. fürchtet, aus der Wohnung ausziehen zu müssen, aber keine andere bezahlbare zu finden; Erwerbsarbeit wird zunehmend zu prekären Lohnen verrichtet u. Renten reichen kaum zum Leben.
    Der andere Teil profitiert von steigenden Gewinnen in Form von Dividenden oder Firmenanteilen sowie Steuerdumping, der euweit die großen Player begünstigt, die sich somit kaum oder nur zum Teil finanziell an den Kosten der Infrastuktur beteiligen.

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    Guy Vetterli

    16. April 2019 at 14:44

    Die EU strict, weil Deutschland und Frankreich sich wie DIKTATOREN verhalten !!

  9. Avatar

    isabelle

    20. April 2019 at 14:24

    Frau Wagenknecht wäre für mich nicht nur ein Grund in die Linke Partei Deutschlands einzutreten, vielmehr aber diese Frau auch zu wählen, obschon ich mich als bürgerliche Wählerin bezeichne. Aber wo sie recht hat sie recht. Längst ist Voltaires Gesellschaftsvertrag in Vergessenheit geraten und hat anderen Zugmächten Platz machen müssen!

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