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Gesellschaft

Fasching: Kölner Professorin warnt vor „rassistischen Verkleidungen“

Julian Schernthaner

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In der ewig jungen Debatte rund um Faschingskostüme kritisiert eine weitere Wissenschaftlerin die Praxis, sich bei den Karnevalsfeiern als Indianer oder Afrikaner zu verkleiden.

Köln. – Wie die Junge Freiheit am Montag berichtet, stößt sich die Kölner Afrikanistik-Professorin Marianne Bechhaus-Gerst an der Kostumauswahl von Menschen im Karnevalstreiben. Insbesondere gilt ihrer Kritik dabei solchen Verkleidungen, welche Angehörige fremder Ethnien auf vermeintlich stereotype Weise darstellen.

Professorin: Blackfacing & Co. bedient „stereotype Bilder“

Insbesondere monierte Bechhaus-Gerst gegenüber der Presseagentur dpa die Darstellung afrikanischer Personen. Gerade in Köln gäbe es „eine ganze Reihe von Karnevalsvereinen“, welche sich als „Phantasie-Afrikaner mit Baströckchen und Knochenkette“ verkleideten. Mit dieser Art von „Blackfacing“ würden sie dann „alte, stereotype Bilder bedienen“.

Der Begriff „Blackfacing“ bezeichnet eigentlich eine Praxis aus dem amerikanischen Theater des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Damals bemalten sich weiße Darsteller mit dunkler Farbe und stellten afrikanischstämmige Menschen dar. In den vergangenen Jahren hielt der Begriff aber Eingang in die deutsche Rassismus-Debatte und thematisiert seitdem ein weiteres Repertoire vermeintlich stereotyper Darstellungen.

Indianer-Kostüm als „europäische Phantasie“

Aber auch über das Indianer-Kostüm wünscht sie sich eine Debatte. Es handle sich dabei nämlich um eine „europäische Phantasie über eine Menschengruppe“, welche „nichts mit der Realität“ gemein habe. Zwar unterstellt sie Personen, die solche Verkleidungen bedienen keinen Rassismus. Gleichzeitig handle es sich bei solchen Fasnachtskostümen aber dennoch um „rassistische Verkleidung“ .

Immer wieder Debatte um Faschingskostüme

Die Debatte rund um angeblich unangemessene Darstellungen von Angehörigen anderer Ethnien ist damit eine Episode reicher. Bereits in den vergangenen Jahren kochte die Thematik just zur Faschingszeit wieder auf. Vor zwei Jahren initiierte etwa der Kölner Verein Öffentlichkeit gegen Gewalt die Plakatkampagne „Ich bin kein Kostüm“. Die von der Amadeu-Antonio-Stiftung und der Linken-Fraktion im Bundestag geförderte Aktion sorgte für einiges öffentliches Aufsehen.

Auch im vergangenen Jahr kam es zu einiger Kritik aus dem akademischen Milieu. Die Kulturwissenschaftlerin Noa K. Ha, die selbst asiatischen Migrationshintergrund besitzt, vertrat hierbei die Ansicht, solche Kostüme würden „koloniales Denken“ reproduzieren. Sie schlug weißen Menschen vor, sich etwa als Kartoffel zu verkleiden. Bei ‚Kartoffel‘ handelt es sich übrigens selbst um einen Ethnophaulismus gegen Deutsche, welcher in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewinnt.

9 Comments

9 Comments

  1. Avatar

    klasube

    25. Februar 2019 at 16:30

    Ich kann diesen Schwachsinn bald nicht mehr hören. Ich habe es satt, mir meine seit Jahrzehnten bekannten Gepflogenheiten und Ansichten, ja sogar meinen Gebrauch der deutschen Sprache, von ein paar Überkandidelten vorschreiben und einschränken zu lassen. Haben die sonst nichts zu tun?
    Diesen verträumten Realitätsverweigerern eine solche Plattform zu bieten, ist schon zu viel der Ehre…!

  2. Avatar

    DieParty

    25. Februar 2019 at 17:29

    Die buntversifften Spaßbremsen mal wieder…

  3. Avatar

    Ulv J. Hjort

    25. Februar 2019 at 22:13

    Ist das auch wieder so eine gruene tante ? Lasst doch den leuten ihren karneval , muss an allem rumgedreht werden bis das unterste zu oberst liegt. Die fastnacht ist von je her ein ventiel fuers volk . Raus aus der altagshaut, mal ein anderer sein fuer ein paar tage und einfach nur spass ander freud haben . Und dann mischt sich so eine ideologisierte spassbremse ein und wedelt mit dem zeigefinger „DU,DU,DU das macht man aber nicht —Du kriegst die motten…

  4. Avatar

    Maren G.

    25. Februar 2019 at 22:28

    Als Kölner kann ich nur sagen: Ihr habt echt den Knall nicht gehört.

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    Rudi

    27. Februar 2019 at 0:03

    Und im ausland ist jeder deutsche eine lederhose

    Oh.mannn

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    Michael

    1. März 2019 at 2:16

    Diese gesellschaftspolitische Weiberrepublik – einfach zum Kotzen!!!!

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    Der H

    1. März 2019 at 7:21

    Vielen dank für diesen aufschlußreichen Artikel. Ich stand schon kurz davor, mich als Afrikanistik-Professorin verkleiden zu wollen.

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    Jürgen Kurde

    1. März 2019 at 8:52

    Einfach nur noch fassungslos!!!

    Der Gesinnungsstaat ist die Vorstufe zur offenen Diktatur!!!

    :o(

  9. Avatar

    Update-Feind

    2. März 2019 at 6:18

    Am besten gefiel mir beim Fasching noch der Günther Beckstein als er als Claudia Roth ging.

    https://www.tz.de/stars/fastnacht-franken-guenther-beckstein-begeistert-claudia-roth-3379078.html

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