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Österreich

Eklat in Innsbruck: Grünen-Politiker bezeichnet Andreas Hofer als Terrorist

Julian Schernthaner

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Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung in Innsbruck bezeichnete der grüne Gemeinderat Gerhard Fritz den bekanntesten Tiroler Freiheitskämpfer offenbar als Terroristen.

Innsbruck. – Wie UnserTirol24 berichtet, kam es bereits in der Sitzung vom 24. Jänner zur umstrittenen Wortmeldung des grünen Urgesteins Gerhard Fritz. Nicht zum ersten Mal: Bereits im Jahr 2006 bezeichnete er Andreas Hofer als „obersten Taliban“. Nun wiederholte er seine Wertung bei einer Debatte rund um die Pflege städtischer Denkmale offenbar.

GR Depaoli: Fritz-Aussage „absolut inakzeptabel“

„Absolut inakzeptabel“ sind derartige Äußerungen für den Gemeinderat der Liste Gerechtes Innsbruck, Gerald Depaoli. Mit dieser Aussage unterstelle Fritz vielen Tirolern, einschließlich der Landesregierung und zahlreichen Traditionsverbänden, einen Terroristen zu verehren und diesem zu gedenken. Der grüne Gemeinderat sei sich der Auswirkung seiner Bemerkungen offensichtlich nicht bewusst, so Depaoli weiter.

Weiters machte Depaoli seinem Ärger auch in einem Video auf der Facebook-Seite seiner Partei Luft. Ihn ärgerte dabei, dass Fritz angeblich auch auf mehrfache diesbezügliche Nachfrage nicht zu einer Entschuldigung bereit war.

Andreas Hofer – ein Tiroler Volksheld

Der Freiheitskämpfer Andreas Hofer (1767-1810) aus St. Leonhard im Passeier war Aufstandsführer der Tiroler gegen die französisch-bayerische Besetzung seiner Heimat. Höhepunkt der Kampfhandlungen waren 1809 vier Schlachten am Bergisel, einem Hügel am Südrand von Innsbruck. Nach drei unwahrscheinlichen Siegen kam es im November zur endgültigen Niederlage.

Nicht zuletzt aufgrund des Mythos rund um seinen standhaften Auftritt bei seiner Hinrichtung in Mantua am 20. Februar 1810 wurde Hofer in der Folge zum Volkshelden weit über Tirol hinaus. Österreichweit tragen zahlreiche Straßenzüge im Andenken seinen Namen. Dass die Symbolfigur Hofer bis heute nichts an Strahlkraft eingebüßt hat, zeigte der Landesfestumzug in Innsbruck im Jahr 2009. Damals nahmen 70.000 Besucher – jeder zehnte Tiroler – an den Feierlichkeiten teil.

1 Comment

1 Comment

  1. Avatar

    Simon

    2. Februar 2019 at 10:48

    Sturm im Wasserglas! Wenn heutige Massstäbe in der Diktion angewendet werden, ist es halt so, wenn jemand auf eigene Faust einen Konflikt anzettelt. Wenn ich jetzt diesem Lauf der Diskussion folge, müsste man auch die seinerzeitigen, freiheitsliebenden Nordtiroler Bombenleger in Südtirol, damals liebevoll als „Bumser“ bezeichnet, als Terroristen bezeichnen. Oh Gott!! Stellt euch vor !!1

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