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Gesellschaft

Muezzinrufe aus Kapelle am Linzer OK-Platz

Monika Šimić

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Am morgigen Sonntag begehen wir den 1. Advent. Gleichzeitig beginnt auch das Kunstprojekt in Linz, bei dem in der gesamten Adventszeit täglich Muezzinrufe zu hören sein werden.

Linz. Ab morgen werden am OK-Platz in Linz einmal täglich Muezzinrufe zu hören sein. Das Kunstprojekt, das von Werner Puntigam und Klaus Hollinetz initiiert wurde, soll den Friedensdialog fördern. Viele Bewohner der Stadt fühlen sich vom Projekt, das bis zum 23. Dezember läuft, provoziert. Auch die Linzer FPÖ hat sich zu Wort gemeldet und Kritik an der geplanten Aktion geübt.

Muezzinrufe „reine Provokation“

In einer Presseaussendung der FPÖ heißt es dazu konkret: „Ich denke, dass islamische Gebetsgesänge und das christliche Weihnachtsfest nicht wirklich etwas gemeinsam haben. Dieses ´Kunstprojekt´, das auf einem öffentlichen Platz einen Muezzin erklingen lässt, – mitten in der Vorweihnachtszeit – finde ich als reine Provokation!“ Die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch meint weiter, dass die öffentlichen Rufe eines Muezzin nicht zu unserem Kulturkreis gehören würden und „schon gar nicht während der traditionellen Weihnachtszeit“.

Kapelle als Projektort

„Auf gar keinen Fall wollen wir provozieren oder gar für eine Spaltung in der Bevölkerung sorgen“, betont Werner Puntigam. Unter dem Namen „Adhina“, der für „zuhören“ und „informiert sein“ steht, wolle man mit dem Projekt bewusst die Zeit des Fests des Friedens nutzen. Puntigam meint weiter, dass man „am ganzen OK-Platz keinen Muezzin-Schrei“ hören wird. Das Projekt werde über den gesamten Zeitraum „ausschließlich innerhalb der Kapelle“ zu sehen und die Rufe täglich von 17.30 bis 18.30 Uhr zu hören sein.

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    1. Dezember 2018 at 11:42

    Unglaubliche Dreistigkeit! Provokation pur.
    Man kann sich ausmalen, was abgeht wenn die zunehmen.

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    1. Dezember 2018 at 17:04

    Wehret den Anfängen. Wenn es nicht schon zu spät dafür ist.

    Ich wette, wenn man dort eine Umfrage machen würde, fänden einige Passanten das völlig okey. Es droht ein verdammt böses Erwachen.

    • Avatar

      Zickenschulze

      2. Dezember 2018 at 11:21

      Möglicherweise gar kein Erwachen.
      Man assoziiert sich mit allem was kommt, auch unter der Brücke zu hausen.
      Wer darübersteigt ist einerlei, das Ego ist dahin.

  3. Avatar

    peter Lüdin

    2. Dezember 2018 at 13:25

    Ein neuer Test um zu sehen wie weit man schon gehen kann…

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