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Österreich

Strache kündigt Kopftuchverbot in Volksschulen an

Stefan Juritz

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Nach dem Kopftuchverbot in Kindergärten will die türkis-blaue Regierung das Verbot auch in Volksschulen umsetzen. Die Opposition zeigt sich gesprächsbereit. Kritik kommt erwartungsgemäß von der Islamischen Glaubensgemeinschaft.

Wien. Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat am Sonntag im Interview mit der Tageszeitung Österreich ein Kopftuchverbot in Volksschulen angekündigt. ÖVP und FPÖ werden in dieser Woche einen dementsprechenden Initiativantrag einbringen, kündigte Strache laut Bericht der Tageszeitung an.

Auch Opposition soll zustimmen

„Nachdem wir das Kopftuchverbot im Kindergarten umgesetzt haben, wollen wir den nächsten Schritt machen und das Kopftuchverbot in der Volksschule umsetzen. Wir wollen das auf eine möglichst breite Basis stellen und laden die Opposition ein, diesem gemeinsamen Antrag (Verfassungsmehrheit für ein Schulunterrichtsgesetz im Parlament) zuzustimmen“, sagte Strache im Interview. Mit dem Verbot will die Regierung „Mädchen bis zum 10. Lebensjahr schützen“. Auch eine Ausweitung für bis zu Zwölfjährige könne man diskutieren. Die Regelung müsse aber „rechtlich gut handzuhaben sein“, so Strache.

„Junge Mädchen vor Frühsexualisierung schützen“

Ebenfalls zu Wort meldete sich der geschäftsführende FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus. „Wir hoffen auf eine breite Unterstützung vonseiten der Opposition für diesen Antrag, denn es kann nur im Sinne aller sein, junge Mädchen vor Frühsexualisierung zu schützen. Für uns steht der Schutz der Frauen an oberster Stelle und beginnt dies bereits im Frühkindesalter, indem wir den Kindern den Weg für eine selbstbestimmte und freie Entwicklung ermöglichen. Das Kopftuch, als Symbol der Unterdrückung der Frauen, ist kein Teil unserer westlichen Kultur und darf nicht als Grundlage für die Schaffung von Gegen- und Parallelgesellschaften dienen“, heißt es in einer Aussendung am Sonntag.

Der Regierungspartner ÖVP bestätigte die Pläne: „Wir wollen keine Unterdrückung von Mädchen im Kindesalter“, erklärte ÖVP-Klubchef August Wöginger gegenüber der Nachrichtenagentur APA. „Sie sollen sich gleich entfalten können wie alle anderen Mädchen in unserer Gesellschaft.“

SPÖ und NEOS sind gesprächsbereit

„Grundsätzlich gesprächsbereit“ zeigt sich unterdessen die SPÖ. Die sozialdemokratische Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid betonte aber gegenüber der APA, dass ein Kopftuchverbot nur Teil eines Gesamtpakets sein könne. „Egal wo, eines ist ganz klar: Mädchen dürfen nicht gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen“, hielt Hammerschmid weiters fest.

Ähnliche Töne kommen von den NEOS. Auch die Liberalen seien gesprächsbereit, wie NEOS-Bildungssprecher Douglas Hoyoy erklärte. Aber: „Ein Kopftuchverbot allein kann niemals eine ernsthafte Integrationspolitik ersetzen.“

IGGÖ lehnt Verbot ab

Kritik am Kopftuchverbot kam schließlich von der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ). Man lehne „Verbotspolitik auf dem Kopf von Kindern kategorisch ab“, hieß es laut Standard-Bericht in einer Aussendung am Sonntag. „Diese Symbolpolitik weisen wir als kontraproduktiv und den gesellschaftlichen Frieden gefährdend zurück.“ Eine „Kleider-Verbotspolitik“ sei bevormundend und betreffe nur eine „verschwinden kleine Zahl“. „Wir stehen für das Recht auf eine eigene mündige Entscheidung ein und sind prinzipiell gegen jeden Zwang.“

 

5 Comments

5 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    19. November 2018 at 13:19

    Schon längst überfällig,trotzdem DANK für unseren „Vize“ ,dass er diesbezüglich niemals nachgelassen hat ,dies zu verwirklichen!Hoffe ,dass die Opposition auch vollständig mitmacht ,man weiß ja nie……

    • Avatar

      PallasAthene

      20. November 2018 at 12:49

      Die Opposition wird nicht mitmachen, denn sie interessiert lediglich ihr Machtverlust und die damit verbundene Stärkung der Blauen! Ums Volk geht’s den Linken schon lange nicht mehr, die Devise heißt: Alle gegen die Freiheitlichen!

  2. Avatar

    Steffi

    19. November 2018 at 15:10

    Richtig.
    Das Kopftuch ist Symbol eines katastrophalen Frauenbildes eines fanatischen patriarchalischen Systems, dass sich Islam nennt.

  3. Avatar

    Peter Lüdin

    19. November 2018 at 17:13

    Es geht nicht um Migranten, es geht immer nur um muslimische Migranten. Gab es jemals Probleme mit Migranten aus z. B. Frankreich, Korea, Thailand, England, USA, Argentinien etc.? Nein! Was hat man den muslimischen Migranten seit zig Jahren angeboten in Europa und was hat man heute? Selbstgewählte Isolation!
    Den Zusammenhalt findet man in den muslimischen Gemeinden und Vereinigungen, und zwar gegen Europa und die offene Gesellschaft, gegen die hiesige Kultur und Menschen, gegen die hiesigen Gesetze und Werte. Man erlebt den Zusammenhalt in ihren Moscheen, wo gegen Ungläubige und Israe/USA/westen massiv gehetzt wird und in ihren Kulturvereinen, wo sie die „ungläubigen Schweinefleischfresser“ nicht dabei haben wollen, aber deren Geld (Sozialhilfe) gerne nehmen.

  4. Avatar

    PallasAthene

    20. November 2018 at 12:45

    In Ländern wie dem Iran usw kämpfen Frauen verzweifelt dafür, das Kopftuch ablegen zu dürfen und bei uns, wo sie die Chance dafür hätten, schauen die Linken darauf, dass dem NICHT so ist! Ach ja, ganz vergessen, zu uns kommen ja nur die Eroberungsfundis und keine Liberalen ! ???

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